Im Jahr 1768 brannte das Kloster. Mit den Steinen der abgebrannten Barockkirche, die völlig zerstört wurde ließ Fürstabt Martin Gerbert auf der gegenüberliegenden Seite der Alb das Spital errichten.In der nachklösterlichen Zeit kam das Spital in Privarbesitz, Geschäftsräume wurden angebaut. In den Jahren 1905/1906 erbaute der Buchdrucker und Buchhändler Johann Weißenberger östlich an das Spital ein mehrstöckiges Haus mit reichem Holzwerk. Es war Großherzog Friedrich, der den St. Blasiern empfohlen hatte, alle neuen Häuser im "verfeinerten Schweizerstil" zu errichten. So entstanden zahlreiche Häuser mit Holzwerk, mit Erker und Türmchen. Das schönste, der noch erhaltenen Häuser dieser Art ist das heutige Haus Schmidt Arkaden. Der Kaufmann Gustav Schmidt betrieb im alten Spital ein Modehaus und Textilgeschaft, die Familie Weißenberger im hohen Holzgebäude die Druckerei und Buchhandlung. Im Jahr 1978 konnten beide Gebäude durch den Verkauf des Hauses Weißenberger an die Familie Schmidt vereinigt werden. Das Spitalgebäude wurde aufgestockt und stilvoll modernisiert. So entstand ein geglücktes Ensemble mit dem Klosterspital aus dem Jahre 1768 und dem Jugendstilhaus aus dem Jahre 1906. Gelungen ist auch der Arkadenplatz mit einem künstlerisch gestalteten Brunnen von Tone Kalle.
Das Haus Schmidt Arkaden
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