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Mächtig steht sie da, inmitten des Rund des Schwarzwaldtales, die Kirche des Heiligen Blasius. Mit Recht wird sie eine der größten Kuppelkirchen Europas genannt. Mit 36 Metern Durchmesser der Kuppel kann sie gut mit dem Petersdom in Rom, 42,5 Meter Durchmesser, dem Panteon in Rom, 43,6 Meter, dem Dom in Florenz mit 42 Metern, St. Paul in London mit 34 Metern, der Frauenkirche in Dresden, mit 23 Metern oder der Isaak-Kathedrale in St. Petersburg mit 28 Metern mithalten. Die Kuppelkirche von St. Blasien entstand, nach dem die Vorgängerkirche, eine zweitürmige Barockkirche, im Jahr 1768 abgebrannt war. Dem damals regierenden Fürstabt von St. Blasien Martin II. Gerbert, gelang es, trotz vieler Widerstände, seine Idee der Kuppelkirche zu verwirklichen.

Gerbert ließ 1770 die Gebeine von 14 Habsburgern aus der Schweiz nach St. Blasien überführen und machte so die neue Kuppelkirche zur Habsburger Grabeskirche. Im Jahre 1783 wurde die neue Kirche geweiht. Schwere Schicksalsschläge trasf die Kirche in den folgenden Jahren. Nach der Aufhebung des Klosters, der sogenannten Säkularisation, wurde die Kirche geschändet. Alle Einrichtungen, samt der Orgel des großen Orgelbaumeisters Andreas Silbermann, wurden herausgerissen und zerstört. Auch die toten Habsburger wurden aus der Gruft genommen und nach Österreich überführt. Im Jahre 1874 wurde die Kirche durch ein Feuer zerstört. Mit einfachen Mitteln wieder aufgebaut konnte sie 1913 ein zweites Mal eingeweiht werden. In einer großangelegten Renovierung in den Jahren 1981-1983 konnte die Kirche, mit erheblichen Abstrichen, wieder so hergestellt werden, wie sie sich ein Fürstabt Martin Gerbert einmal vorstellte.

Das Gotteshaus ist die Pfarrkirche der katholischen Gemeinde St. Blasius. Durch den Blasiusdom finden regelmäßig Führungen statt, Termine sind dem Programm der Touristinformation zu entnehmen. Im Sommer gibt es die "Internationalen Domkonzerte" mit Interpreten aus aller Welt.

Der Dom des heiligen Blasius


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