Aus der kleinen "Cella Blasii", wie einst die ersten Mönche im 9. Jahrhundert ihr kleines Kloster nannten, wurde ein großes Kloster mit Besitzungen und Niederlassungen weit in die Schweiz hinein und bis in den Raum Stuttgart. Franz II. Schächtelin (1727 bis 1747), der erste Abt des Klosters, der den Titel Fürstabt trug ließ das alte Kloster niederreissen und durch den Baumeister Michael Beer von Blaichten die Klosteranlage errichten, wie sie heute noch steht. Nach der Auflösung des Kloters 1806 zog zunächst Industrie in die Gebäude bis 1933 der Jesuitenorden das Kloster erwarb und das Kolleg St. Blasien eröffnete, Gymnasium und Internat. Über 800 Jungen und Mädchen werden hier unterrichtet, davon leben rund 300 im Internat. Heute zeigt sich das Kolleg weltweit geöffnet, mit der Euroklasse und mit Chinesischunterricht, mit Partnerschulen in China und vielen europäischen Ländern. Hinter der prachtvollen Barockfassade finden sich der ehemalige Speisesaal bei Hof, heute Hauskapelle, der Festsaal, der Habsburgersaal und die Salons in ihren verschiedenen Farben. Das Kloster und seine historischen Räume können zu festen Zeiten auch besichtigt werden, im Festsaal finden regelmäßig die Klosterkonzerte statt.
Das barocke Portal der Klosteranlage
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