Der Glasträgeweg ist ein über 180 km langer Themenwanderweg. Er führt in ca. 10 Tagestappen vom Feldbergebiet durch die schönsten Landschaften des Südschwarzwaldgesbiets an den Hochrhein. Dabei werden ca. 20 ehemalige Glashüttenstandorte berührt und auf Infotafeln erläutert. Drei moderne Glaskunstbetriebe liegen am Weg.
Der Weg beginnt beim Glasbläserhof in Todtnau Aftersteg. Dort kann man anschaulich miterleben wie traditionell Glas mit der Glasbläserpfeife am Ofen geblasen wird.
Vorbei an Wasserfällen geht es auf den höchsten Punkt des Schwarzwaldes, den 1493 m ü.M. hohen Feldberg. Durch freie Weidelandschaften mit Alpenfernblick führt der Weg weiter nach Äule an den Rand des Schluchsees. Dort, am ursprünglichen Standort der Glashütte, wurde ein kleines Bauwerk errichtet, dass die Faszination von Glas und die handwerkliche Tradition dieser Orte erfahrbar macht.
Video zum Glasträgerweg [13.715 KB]
Weiter geht es über Altglashütten nach Lenzkirch, dem ehemaligen Hauptort der Glasträgerkompanien. Dort lädt im Kurhaus eines der vielen am Weg liegenden Heimatmuseen zur Auseinandersetzung mit der kulturellen wie industriellen Vergangenheit des Schwarzwaldes ein. Über Glashütte bei Bonndorf, dem bekannten Schwarzwaldmuseum “Hüsli“ in Grafenhausen-Rothaus, kehren wir an den Schluchsee zurück und wandern über Blasiwald nach St. Blasien mit seiner berühmten Klosterkirche, dem Blasius-Dom.
Im “Glasgarten“ neben dem Rathaus erzählen gläserne Lichtskulpturen die Geschichte der Glashüttengründungen durch das Kloster St. Blasien. Die Glashütten bereiteten durch ihre Rodungen das Kulturland für die landwirtschaftliche Nutzung vor. Anschaulich wird die offene Weidelandschaft des Südschwarzwaldes, wenn wir weiter wandern nach Bernau. Dort laden der “Resenhof“ und das “Hans-Thoma-Museum“ zu beschaulicher Rast ein. Über Todtmoos, mit einem Raum über die Glasträger im “Heimatmuseum“, geht es weiter hinauf auf den Hotzenwald nach Herrischried.
Im Ortsteil Großherrischwand treffen wir auf das wohl älteste Haus im Schwarzwald, dem “Klausenhof“, das als Freilichtmuseum einiges zu bieten hat. Direkt gegenüber ist eine Glasbläserei für modernes Atelierglas. Spätestens hier werden wir selbst zu einem Glasträger und nehmen den Weg weiter über die nicht minder reizvollen Höhen des Hotzenwaldes hinunter an den Hochrhein, sei es nach Bad Säckingen oder dem alten Rheinübergang in Laufenburg. Selbstverständlich lassen sich auch an einzelnen Tagen oder an Wochenenden Teiletappen erwandern.
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