Das Kloster St. Blasien “auf dem Wald“ ist, der Überlieferung nach, vor weit mehr als tausend Jahren entstanden. Das Jahr 948 bereits gilt als Gründungsdatum, aber auch schon vorher soll es klösterliche Niederlassungen gegeben haben. Die ersten Mönche kamen vom Hochrhein hinauf auf den, damals noch völlig unbesiedelten, Schwarzwald. Durch Schenkungen kam das Kloster früh in den Besitz von Gütern am Hochrhein und in der benachbarten Schweiz. Und so entwickelte sich ein reger Fußgängerverkehr zwischen dem Kloster und dem Gebiet am Hochrhein. Der Name “Klosterweg“ entstand für diese Strecke. Lange blieb dann der Klosterweg in seiner ganzen Länge vergessen, nur zwischen der Kreisstadt Waldshut und dem Gupfen bei Bannholz gab es eine entsprechende Beschilderung.
lm Herbst 2001 konnte der Schwarzwaldverein den “Klosterweg“ zwischen St. Blasien und Waldshut (oder umgekehrt) durchgehend beschildern, mit finanzieller Unterstützung von Horst Seipp (Möbelhaus Seipp) aus Waldshut und Helmut Schmidt (Modehaus Schmidt-Arkaden) aus St. Blasien.
Der Klosterweg ist rund 21 Kilometer lang und kann in verschiedenen Teilabschnitten begangen werden. Unweit des Klosterweges verläuft die Buslinle St. Blasien - Waldshut - St. Blasien, so dass bequem auch Teilstücke mit dem Bus gefahren werden können.
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Wir beginnen unsere Wanderung über den Klosterweg beim Kloster, heute Kolleg, St. Blasien. Durch den Kurgarten geht es durch das große Tor und an der Brücke dort, finden wir die erste Wandertafel mit dem Hinweis “Klosterweg“. Es geht stadtauswärts, dann über die Friedrichstraße bis zum zu Abzweigung Windbergtal (gelbe Raute). So erreicht man bald den Ortsrand von Häusern. Die Landesstraße wird beim “Daumühleweiher“ überquert. Der Klosterweg führt dann aufwärts bis zum Sportplatz Häusern (Fußgängerunterführung unter der B 500) und über den Wolfsbrunnenweg in Richtung Höchenschwand. Der Kutterauhaldenweg, mit wunderschönen Ausblicken ins Albtal und auf den gegenüber liegenden Dachsberg, führt dann an der Oberen Albtalschanze vorbei und endet beim Tiefen häuserner Moor. Dort lohnt sich ein Rundgang durch das 4,7 Hektar große Naturschutzgebiet mit seinem Bohlenweg. Vom Wanderparkplatz Tiefen häuserner Moor aus führt der Wanderweg zunächst entlang der Bundesstraße 500 um dann wieder durch Waldungen und über Wiesen zu ziehen. Eine Fußgängerunterführung führt dann in den Höchenschwander Ortsteil Tiefenhäusern mit seinen schönen Schwarzwaldhäusern und der Anna-Kapelle (erbaut 1843). Außerhalb von Tiefenhäusern steht die 1703 erbaute Johann-Babstist-Kapelle. Hier auf dem “Herpelfeld“ gab es früher eine alte Richtstätte. Überliefert ist die Hinrichtung des Dorfmeiers Jakob Leber am 4. März 1739. Er gehörte zu den Salpeteren, den Aufständischen, die gegen das Kloster St. Blasien und für ihre Freiheit kämpften. Auch hier die Beschilderung “Klosterweg“, der folgend bald der Ortsteil Aisperg der Gemeinde Weilheim erreicht wIrd. Beim Flöschplatz wird die Straße nach Nöggenschwie überquert und der Ortsteil Bannholz wird erreicht. In Sichtweite schon der Gupfen, 780 Meter hoch und mit einem Aussichtspavillon versehen. Von hier kann man 35 Ortschaften erkennen, dazu die Berge jenseits des Rheines. Gleich hinter dem Gupfen ist das Naturschutzgebiet Samlischbuck (3,5 Hektar) mit vielen seltenen Pflanzen zu finden. Hier muss der Wanderer sich nun entscheiden, ob den Klosterweg über Waldkirch nach Waldshut weitergehen will, oder den alten “Prälatenweg“, der in Richtung Gurtweil, oder über Hungerberg, Eibenkopf, Wildgegehe, auch in Richtung Waldshut führt.. Beim Abzweig Samlischbuck nach rechts, steht man bald an der Bundesstraße 500, geht aber dann links in die Ortschaft Waldkirch hinein. Vorbei am Gasthaus Storchen wird am Ende des Dorfes ein Aussiedlerhof erreicht, von dem aus der Weg links von der Straße abzweigt. Vorbei an der Waldkircher Kapelle geht es hinunter nach Waldshut. Wendet sich der Wanderer beim Naturschutzgebiet Samlischbuck nach links, erreicht er über den Eibenkopf ebenfalls Waldshut oder kann auch nach Gurtweil wandern, wo das Kloster St. Blasien früher eine Propstei hatte, oft Sommersitz der Äbte. |
Strecken
- St. Blasien - Höchenschwand 5,0 Kilometer
- Höchenschwand Tiefenhäusern 5,5 Kilometer, Tiefenhäusern
- Bannholz/Gupfen 4,0 Kilometer
- Bannholz/Gupfen - Waldshut 7,0 Kilometer
- Bannholz/Gupfen - Gurtweil 8,0 Kilometer.
Bushaltestellen an der Strecke:
Häüsern/Albalblick, Höchenschwand, Tiefenhäusern, Bannholz, Waldkirch.
Einkehrmöglichkeiten:
Häusern, Höchenschwand, Tiefenhäusern, Bannholz, Waldkirch und natürlich an den Ausgangs-/End-Punkten St. Blasien und Waldshut.
Wanderkarte:
Karte des Schwarzwaldvereins St. Blasier Land Waldshut Tiengen
Claus-Peter Hilger
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